SanaReisen
Erholung für Körper und Geist, gemeinsam fremde Kulturen entdecken, sich sorglos rundum verwöhnen lassen – kurz, Reiseservice der Extraklasse – das ist die Philosophie von sana reisen.
A- A+

„Auszeit von Corona“ – ein Besuch am Lago Maggiore

Ein Reisebericht von Jürgen Lapp

Nachdem unsere „Frühlingsreise zum Lago Maggiore“ Covid 19- bedingt abgesagt wurde und auch die im jetzigen Zeitraum geplante Flussreise auf der Rhone der Pandemie zum Opfer fiel, haben wir, meine Partnerin Corina und ich, uns kurzerhand zu einem Aufenthalt in Cannobio entschieden. Das kleine Städtchen auf Italienischer Seite des Sees, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Schweiz und so bekannten Orten wie Locarno entfernt, zählt schon seit vielen Jahren zu einem meiner Lieblingsreiseziele. Ob als Gruppenreiseziel (siehe oben) oder als Urlaubort für Individualreisende und Familien, Cannobio selbst, aber auch die nähere und (etwas) weitere Umgebung bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, sowohl für Kultur- wie auch Aktiv- oder Erholungsurlauber.

Zwei Unterkünfte können wir an dieser Stelle ganz besonders empfehlen. Für Ruhesuchende, die eine ganz besondere Atmosphäre zu schätzen wissen, empfiehlt sich das 4 Sterne Haus „Park-Hotel Villa Belvedere“ , etwas außerhalb von Cannobio gelegen. Unsere Wahl fiel auf das 3-Sterne „B&B Villa Constantina“, eine Oase inmitten der Altstadt.

Obwohl der Lago Maggiore zu Beginn der Pandemie mit als einer der meist betroffenen Regionen, sowohl auf Italienischer- wie auch Schweizer Seite, zählte, konnten wir während unseres jetzigen Aufenthaltes eine entspannte, jedoch von Rücksicht und Vorsicht geprägte Atmosphäre feststellen. Dort wo nötig, an Orten mit vielen Menschen wie zum Beispiel den Märkten in Cannobio und Luino sowie an Bord der Linienschiffe des Lago Maggiore, ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes obligatorisch und wird nahezu ohne Ausnahme eingehalten. In allen anderen Bereichen prägen Rücksichtnahme, gewisse Anstands- und Abstandsregeln das „Miteinander“ und sorgt für eine gelöste Stimmung. Unser Gefühl war, dass keiner der Einheimischen und Urlauber die ein wenig wiedergewonnene Freiheit hier unnötig „auf’s Spiel setzen möchte“.

Unser Hotelaufenthalt startete allmorgendlich mit einem traumhaften Frühstück, serviert im gepflegten Garten der Villa. Wer möchte, kann bereits vorher ein Bad im erfrischenden und recht großen Pool der Villa Constantina genießen. Für alle, die ein Bad im See bevorzugen, besteht die Möglichkeit, den öffentlichen Lido in wenigen Gehminuten zu erreichen.

Unser „Höhepunkt“ des Aufenthaltes war der Aufstieg auf den 1300 m hohen Monte Giove, ein unvergessliches Erlebnis mit traumhaften Ausblick über den See. Etwas gemütlicher geht es aber auch, der ca. 4 Kilometer lange Weg entlang des Cannobino- Flusses zur Grotte St. Anna ist beliebt bei Wanderern, Joggern und Walkern.

Um die weiteren zahlreichen landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte zu entdecken, war unsere Zeit viel zu kurz. Zumindest erlebten wir an jedem Abend einen neue kulinarische Besonderheit!

Fazit unserer Reise: Auch zukünftig gehört die „Perle der oberitalienischen Seen“ zu einem unserer Lieblingsreiseziele – trotz oder auch gerade in Corona- Zeiten.